Eichstätt

Hello!

3 Tage Eichstätt standen in dieser Woche bei V und mir auf dem Plan. Eichstätt hat für mich persönlich eine besondere Bedeutung, weil ich mich während eines Schullandheimaufenthaltes in diese Stadt verliebt habe. Leider hatten wir erneut kein Glück mit der Willibaldsburg – da ist immer noch Baustelle. Vor 3 Jahren als wir das erste mal dort waren war es genauso.

Das Ziel des Kurztrips war etwas Sightseeing, Fotos machen und Geocachen. Für letzteres gibt es hier einen seperaten Beitrag bzw. eine Auflistung.

Beim Vloggen tue ich mir noch etwas schwer aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Wir sind unter der Woche nach Eichstätt gefahren um Touristen und Passanten aus dem Weg zu gehen.

Tag 1

Am ersten Tag sind wir über Schnaittach nach Eichstätt gefahren und haben ein paar Geocaches gesucht. Hierzu gibt es einen seperaten Blogpost.
Gegen 17 Uhr waren wir in Eichstätt und konnten in unser Hotel einchecken. Wir bzw. ich haben uns für das Hotel garni Fuchs entschieden. Die Zimmer sahen über Booking.com gut aus (und waren es dann auch), Parkplatz war kostenlos und – was für mich ein dicker Pluspunkt ist – es gab für mich Hafermilch zum Frühstück.

Wir haben am ersten Tag eigentlich nur Geocaches gesucht, uns im Zimmer kurz ausgeruht und sind dann zum Netto gelaufen um uns ein Abendessen zu besorgen. Picknicken im Bett ist fast so toll wie letztes Jahr in Italien.

Nach dem Abendessen sind wir nochmal durch die Stadt gegangen und haben die Fotospots für den zweiten Tag ausgekundschaftet. Der Sonnenuntergang war wunderschön.

Tag 2

Der zweite Tag startete mit einem ausgiebigen Frühstück. Ich liebe Frühstücksbuffets und auch wenn es recht klein war hatten wir alles was wir brauchen. Dass ich während des Urlaubs nicht ganz meine Ernährungsgewohnheiten einhalten konnte sollte klar sein. Aber man sollte sich auch mal etwas gönnen.

Wir haben nach dem Frühstück die erste Runde Fotos gemacht, da ich mal mit Kleid und hohen Schuhen welche haben wollte. Im Anschluss ging es wieder zum Hotel um mich umzuziehen.

Nach der ersten Runde haben wir während der zweiten Foto-Runde auch unser Sightseeing integriert:

Residenzplatz

Der Residenzplatz liegt im Herzen von Eichstätt und ist von historischen Gebäuden umgeben. Das herausragendste Gebäude ist zweifellos die Eichstätter Residenz, ein barockes Meisterwerk, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Die Fassade des Residenzgebäudes ist prächtig und beeindruckend, mit kunstvollen Details und Statuen, die die Schönheit und Bedeutung des Ortes unterstreichen.

Ein Spaziergang über den Residenzplatz lässt einen in vergangene Zeiten eintauchen. Die gepflasterten Straßen und der historische Charme machen deutlich, dass dieser Ort einst das politische und kulturelle Zentrum der Region war. Von hier aus wurden Entscheidungen getroffen, Macht ausgeübt und das Leben der Menschen in Eichstätt beeinflusst. Neben den historischen Sehenswürdigkeiten bietet der Residenzplatz auch charmante Cafés und Restaurants, in denen man die lokale Küche genießen kann. Ein entspannter Kaffee oder ein traditionelles bayerisches Gericht auf einer der Terrassen am Residenzplatz ermöglicht es einem, die Atmosphäre dieses einzigartigen Ortes voll und ganz zu genießen.

Wittelsbacherbrunnen am Leonradplatz

Der Wittelsbacherbrunnen wurde im Jahr 1928 errichtet und ist ein Meisterwerk des Bildhauers Karl Hemmeter. Das monumentale Denkmal besteht aus einer zentralen Säule, die von vier Figuren umgeben ist. Jede Figur repräsentiert eine wichtige Persönlichkeit aus der Geschichte der Wittelsbacher, der königlichen Familie Bayerns.

Die Hauptfigur auf dem Wittelsbacherbrunnen ist Ludwig der Kelheimer, der Gründer der Stadt Eichstätt. Er thront majestätisch auf der Spitze der Säule und symbolisiert die historische Verbindung zwischen den Wittelsbachern und Eichstätt. Die anderen Figuren stellen bedeutende Mitglieder der Wittelsbacher Familie dar, wie beispielsweise Herzog Ludwig der Bärtige und Kaiser Ludwig der Bayer.

Der Leonradplatz, an dem der Wittelsbacherbrunnen steht, ist ein belebter Treffpunkt in Eichstätt. Umgeben von historischen Gebäuden, charmanten Cafés und Geschäften lädt der Platz zum Verweilen und Entdecken ein.

Hofgarten Eichstätt

Der Hofgarten wurde im 17. Jahrhundert im barocken Stil angelegt und erstreckt sich über eine Fläche von mehreren Hektar. Er ist ein Spiegelbild der historischen Gartenbaukunst und zeugt von der Schönheit und Eleganz vergangener Zeiten. Der Garten wurde sorgfältig gestaltet und bietet eine harmonische Mischung aus formalen Elementen und natürlicher Schönheit.

Beim Betreten des Hofgartens wird man von einem Gefühl der Ruhe und Gelassenheit umgeben. Der Duft von blühenden Blumen und das sanfte Rauschen der Bäume laden dazu ein, einen Moment der Entspannung zu erleben. Die gepflegten Rasenflächen laden zum Picknick oder einfach nur zum Ausruhen auf einer Bank ein.

Der Hofgarten beherbergt auch eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen und Blumen. Von farbenfrohen Blumenbeeten bis hin zu üppigen Sträuchern und majestätischen Bäumen gibt es hier eine Fülle von Pflanzenarten zu entdecken. Besonders im Frühling und Sommer erstrahlt der Garten in einem bunten Blütenmeer und lockt zahlreiche Besucher an.

Ein Spaziergang durch die verschlungenen Pfade des Hofgartens ermöglicht es den Besuchern, die verschiedenen Bereiche des Gartens zu erkunden. Ob man die romantische Atmosphäre des Rosengartens genießt, die kunstvollen Skulpturen bewundert oder einfach nur durch die schattigen Alleen schlendert – der Hofgarten bietet für jeden etwas.

Kapuzinergasse

Die Kapuzinergasse hatten wir bei unserem ersten Urlaub in Eichstätt durch Zufall gefunden. Ich habe irgendwie eine Vorliebe für Gässchen in alten Städten entwickelt. Leider war der Großteil des Efeus vom letzten mal weg, was ein schönes Motiv ergeben hätte.

Informationszentrum Naturpark Altmühltal

Das Informationszentrum befindet sich in einem architektonisch beeindruckenden Gebäude, das harmonisch in die Umgebung eingebettet ist. Bei der Ankunft wird man von einem freundlichen Team von Mitarbeitern begrüßt, die bereit sind, Informationen und Tipps für die Erkundung des Naturparks Altmühltal zu teilen. Hier kann man Karten, Wanderführer und andere nützliche Materialien erhalten, um das Beste aus dem Aufenthalt in der Region herauszuholen.

Das Informationszentrum bietet eine Vielzahl von Ausstellungen und interaktiven Präsentationen, die das reiche Ökosystem des Naturparks Altmühltal beleuchten. Man kann mehr über die faszinierende geologische Geschichte der Region erfahren, die geprägt ist von Flüssen, Felsen und beeindruckenden Fossilien. Die Ausstellungen bieten auch Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt des Naturparks, von seltenen Vogelarten bis hin zu einzigartigen Orchideen.

Biotopgarten und Garten der Sinne

Zum Biotopgarten und den Garten der Sinne kommt man, indem man durch das Informationszentrum geht.
Der Biotopgarten ist ein wunderbarer Ort, um die Artenvielfalt und den natürlichen Reichtum der Region zu erkunden. Er wurde geschaffen, um seltene und bedrohte Pflanzen- und Tierarten zu schützen und zu erhalten. Der Garten besteht aus verschiedenen Biotopen, wie Teichen, Feuchtgebieten und Trockenlandschaften, die verschiedene Lebensräume repräsentieren. Hier kann man eine Fülle von Flora und Fauna entdecken und die Natur in ihrer reinsten Form erleben. Sowohl der Biotopgarten als auch der Garten der Sinne bieten Bildungsprogramme und Workshops für Kinder und Erwachsene an. Hier kann man mehr über die Natur und den Umweltschutz erfahren und praktische Erfahrungen sammeln. Es werden Führungen angeboten, die die Besucher durch die verschiedenen Bereiche der Gärten führen und dabei wertvolle Informationen vermitteln.

Schlösselbrücke

Auf unserem Weg auf die andere Seite der Stadt kamen wir auch über die Schlösselbrücke. Zu dieser Brücke habe ich nichts weiter zu sagen als dass ich sie cool fand.

Willibaldsburg

Leider hatten wir hier erneut kein Glück, da die Wilibaldsburg immer noch saniert/renoviert wird. Dafür war die Aussicht wieder super schön. Allerdings fing es nach ein paar Minuten an zu Regnen was aber nicht lange anhielt. In ein paar Jahren wollen wir nochmal nach Eichstätt – einerseits um endlich in die Willibaldsburg zu kommen aber auch für die restlichen Geocaches. Aber jetzt kommt erstmal etwas Bildungsauftrag:

Die Willibaldsburg wurde im 14. Jahrhundert erbaut und diente einst als Residenz der Fürstbischöfe von Eichstätt. Die Festung wurde strategisch auf einem Hügel errichtet, um die Stadt und die umliegende Landschaft zu überblicken. Heute ist sie ein bemerkenswertes Beispiel für mittelalterliche Festungsarchitektur und ein Symbol für die Macht und den Einfluss der damaligen Herrscher.

Spitalbrücke

Die Spitalbrücke, auch bekannt als Alte Brücke, wurde im 15. Jahrhundert erbaut und ist eine der ältesten Brücken in Bayern. Sie besteht aus massiven Steinpfeilern und einer überdachten Holzkonstruktion, die die Altmühl überspannt. Die Brücke war einst ein wichtiger Verkehrsweg für den Handel und verband die Altstadt von Eichstätt mit den umliegenden Gebieten.

Die Spitalbrücke ist auch ein Zeuge der wechselvollen Geschichte von Eichstätt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrmals restauriert und wieder aufgebaut, um den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden. Trotzdem hat sie ihren historischen Charme bewahrt und ist ein Zeichen für die Beständigkeit und den Zusammenhalt der Gemeinschaft.

Die Lage der Spitalbrücke ist von großer Bedeutung für Eichstätt. Sie verbindet nicht nur die beiden Ufer des Flusses Altmühl, sondern auch die Vergangenheit mit der Gegenwart. Wenn man über die Brücke geht, kann man die Geschichte förmlich spüren und sich vorstellen, wie Menschen vor Jahrhunderten hier entlanggingen und die Stadt erkundeten.

Dom Mariä Himmelfahrt

Leider hatten wir auch hier kein Glück: der Dom wird renoviert.
Zusätzlich hat uns der Regen auch wieder überrascht aber wir konnten schnell in dem Teil des Doms, in den man reinkommt Unterschlupf bekommen.

Der Dom Mariä Himmelfahrt wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist ein Meisterwerk der gotischen Architektur. Die beeindruckende Fassade mit ihren filigranen Verzierungen und den hoch aufragenden Türmen ist ein atemberaubender Anblick. Der Dom beherbergt auch eine beeindruckende Sammlung von religiösen Kunstwerken und Artefakten. Von prächtigen Altarbildern bis hin zu kostbaren Reliquien gibt es hier viel zu entdecken und zu bewundern. Das Diözesanmuseum im Dom informiert die Besucher über die Geschichte des Bistums Eichstätt und die Bedeutung des Doms in der Region.

Nach dem Sightseeing und Fotos machen sind wir Abends Essen gegangen. Hier hatten wir uns für den Brauerei-Gasthof Trompete entschieden.
Als Vorspeise gab es das Knoblauchbrot mit meinem mitgebrachtem Käse.
Danach die Pizza Onion und für V gab es die Pizza Trompete.
Was echt cool war ist, dass es für V ein Dunkles Weizen gab, da es das nicht so häufig gibt.

Tag 3

Am letzten Tag haben wir nach dem Frühstück ausgecheckt und haben den ein oder anderen Geocache direkt in Eichstätt noch mit dem Auto angefahren. Im Anschluss ging es zum Römerkastell Vetoniana bei Pfünz bevor es mit ein paar Geocaches auf dem Weg wieder nach Hause ging.

Römerkastell Vetoniana bei Pfünz

Das Römerkastell hatte mich damals während des Schullandheimaufenthaltes schon fasziniert. Deshalb wollte ich mit V unbedingt noch einmal hierher.

Das Römerkastell Vetoniana wurde während des 1. Jahrhunderts n. Chr. im Rahmen des Ausbaus des römischen Grenzschutzes errichtet. Es diente als strategischer Stützpunkt entlang des Limes, der die nördliche Grenze des Römischen Reiches bildete. Die Lage des Kastells, auf einem Hügelrücken oberhalb des Altmühltals, bot den Römern eine optimale Kontrolle über die umliegende Region. Besonders beeindruckend ist das Hauptgebäude des Kastells, das Principia. Es war das Verwaltungs- und Versammlungszentrum der Garnison. Hier wurden strategische Entscheidungen getroffen, Befehle ausgegeben und die römische Disziplin aufrechterhalten.

Die Pizzeria bzw. das Wirtshaus sowie die Konditorei mit dem Eis sind wie immer auf der Foodspotliste ergänzt!