Hello,
heute möchte ich über ein Thema sprechen, das viele Frauen betrifft, aber oft missverstanden wird: das Lipödem. Vielleicht hast du schon davon gehört oder bist sogar selbst betroffen. In diesem Blogpost werde ich dir helfen, die Symptome eines Lipödems zu erkennen, den Unterschied zwischen Lipödem und Lymphödem zu verstehen und erklären, wie die Diagnose gestellt wird.
Erkennung der Symptome von Lipödem
Ein Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich bei Frauen auftritt. Die ersten Anzeichen können subtil sein, aber es gibt einige typische Symptome, auf die du achten solltest:
- Symmetrische Fettansammlung: Ein Lipödem zeigt sich durch eine symmetrische Fettverteilung an Beinen und Armen, wobei Füße und Hände ausgespart bleiben. Dies bedeutet, dass beide Beine oder Arme gleichmäßig betroffen sind.
- Druckempfindlichkeit und Schmerzen: Betroffene berichten oft über Schmerzen und eine erhöhte Druckempfindlichkeit in den betroffenen Bereichen. Selbst leichte Berührungen können unangenehm sein.
- Schwellungen und Blutergüsse: Die Neigung zu Blutergüssen ohne erkennbaren Grund ist ein weiteres Anzeichen. Auch Schwellungen, die sich im Tagesverlauf verstärken, sind typisch.
- Hautveränderungen: Die Haut kann sich weich und knotenartig anfühlen. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Hautveränderungen wie Orangenhaut oder Dellenbildung kommen.
Unterschied zwischen Lipödem und Lymphödem
Ein Lipödem wird häufig mit einem Lymphödem verwechselt, da beide Erkrankungen zu Schwellungen führen können. Es ist jedoch wichtig, die Unterschiede zu kennen:
- Verteilung: Ein Lymphödem kann einseitig auftreten und betrifft oft Füße und Hände, während das Lipödem immer symmetrisch und ohne Beteiligung von Händen und Füßen auftritt.
- Ursache: Das Lymphödem entsteht durch eine Störung des Lymphabflusses, oft infolge einer Operation, Bestrahlung oder angeborenen Fehlbildung. Das Lipödem hingegen ist eine Fettverteilungsstörung, deren genaue Ursache noch nicht vollständig geklärt ist, aber oft genetisch bedingt ist.
- Schmerzen: Schmerzen sind beim Lipödem sehr häufig, während sie beim Lymphödem seltener auftreten.
Wie wird Lipödem diagnostiziert?
Die Diagnose eines Lipödems kann eine Herausforderung sein, da die Symptome oft denen anderer Erkrankungen ähneln. Ein erfahrener Arzt kann jedoch durch eine gründliche Untersuchung und gezielte Fragen die richtige Diagnose stellen:
- Anamnese: Der Arzt wird eine ausführliche Krankengeschichte erheben. Dabei werden Fragen zu den Symptomen, deren Beginn und Verlauf sowie familiäre Vorbelastungen gestellt.
- Körperliche Untersuchung: Eine körperliche Untersuchung der betroffenen Bereiche ist unerlässlich. Der Arzt wird die Haut und das Fettgewebe abtasten, um typische Veränderungen zu erkennen.
- Bildgebende Verfahren: In einigen Fällen können bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT eingesetzt werden, um die Diagnose zu bestätigen und andere Erkrankungen auszuschließen.
- Lymphszintigraphie: Dieses spezielle Verfahren kann eingesetzt werden, um den Lymphfluss zu überprüfen und ein Lymphödem auszuschließen.
Die frühzeitige Diagnose eines Lipödems ist wichtig, um eine geeignete Behandlung zu beginnen und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Behandlungsmöglichkeiten umfassen manuelle Lymphdrainage, Kompressionstherapie, physikalische Therapien und in schweren Fällen chirurgische Eingriffe wie die Liposuktion.
Ich hoffe, dieser Blogpost hat dir geholfen, die Symptome und die Diagnose eines Lipödems besser zu verstehen. Wenn du glaubst, betroffen zu sein, zögere nicht, einen Arzt aufzusuchen und deine Symptome zu besprechen. Frühzeitige Erkennung und Behandlung können viel bewirken.
Bis zum nächsten Mal,
deine Cathy

