Was sich wirklich verÀndert hat
Hello đ
Lipödem ist eine Erkrankung, die nicht nur körperlich, sondern auch emotional und mental herausfordernd sein kann. Die Entscheidung fĂŒr eine Liposuktion ist ein groĂer Schritt, der Hoffnung auf ein leichteres, schmerzfreies Leben bringt. Doch wie sieht der Alltag nach den OPs tatsĂ€chlich aus?
1. Die ersten Wochen nach der OP â Regeneration und Heilung
Die ersten Wochen nach der Liposuktion waren geprÀgt von Geduld. Mein Körper musste sich erst an die neue Situation gewöhnen:
- Die Schwellungen klangen langsam ab, aber es dauerte mehrere Wochen, bis ich wirklich einen Unterschied sehen konnte.
- Die OP-Mieder waren und sind mein stĂ€ndiger Begleiter â nicht immer bequem, aber unglaublich wichtig fĂŒr den Heilungsprozess.
- Körperliche AktivitÀten waren eingeschrÀnkt, und ich musste lernen, mir selbst Zeit zur Erholung zu geben.
Die gröĂte Erkenntnis in dieser Phase? Der Körper braucht Zeit! Die Heilung verlĂ€uft bei jedem anders, und es ist entscheidend, sich nicht mit anderen zu vergleichen.
2. Wie sich mein KörpergefĂŒhl verĂ€ndert hat
Eine der eindrucksvollsten VerĂ€nderungen nach den OPs war mein neues KörpergefĂŒhl. Vorher fĂŒhlten sich meine Beine immer schwer und geschwollen an â als wĂ€re ich in einem fremden Körper gefangen. Nach der Liposuktion merkte ich langsam:
- Meine Beine waren plötzlich âleichterâ. Die Schmerzen, die mich jahrelang begleitet hatten, waren verschwunden.
- Ich konnte mich wieder freier bewegen. SpaziergĂ€nge, Treppensteigen oder lĂ€ngeres Stehen fĂŒhlten sich nicht mehr anstrengend an.
- Das Spiegelbild verĂ€nderte sich. Ich erkannte mich selbst neu â und ich bin immer noch dabei es zu verarbeiten. An vielen Tagen habe ich noch das Problem, dass meine Selbstwahrnehmung gestört ist und ich mich anders wahrnehme als mein Umfeld.
3. Sport nach der Liposuktion â mein Weg zurĂŒck zur Bewegung
Sport war vor der OP oft eine Herausforderung. Selbst leichte Bewegung fĂŒhrte schnell zu Schmerzen und Schwellungen. Nach der Liposuktion war es mir wichtig, meinen Körper behutsam wieder an Bewegung zu gewöhnen:
- Zwischen den OPs war ich wieder spazieren.
- 6 Wochen nach der 2. OP hĂ€tte ich wieder ins Fitnessstudio gehen dĂŒrfen aber ich habe mich entschieden noch 2 Wochen zusĂ€tzlich zu warten
- Das erste Training war fĂŒr mich herausfordernd – einerseits konnte ich endlich wieder zum Training aber auf der anderen Seite habe ich doch Kraft verloren bzw. konnte nicht mit voller Energie trainieren.
Der gröĂte Unterschied? Bewegung macht wieder SpaĂ! Ich spĂŒre meinen Körper und seine Kraft, anstatt gegen Schmerzen anzukĂ€mpfen.
4. Mentale VerĂ€nderungen â wenn der Kopf mitheilen muss
Die körperliche VerĂ€nderung war eine Sache â aber auch mental war es eine Reise:
- Ich muss mich an mein neues Spiegelbild gewöhnen und lernen, es wirklich als mein eigenes zu akzeptieren.
- Die Angst vor einem RĂŒckfall ist real. Auch wenn das entnommene Fett nicht zurĂŒckkommt, bleibt die SensibilitĂ€t fĂŒr das Thema bestehen.
- Ich entwickle langsam ein neues Selbstbewusstsein und beginne diese neue Freiheit wirklich zu genieĂen. Es gibt hier gute aber auch schlechte Tage.
Diese mentale VerĂ€nderung ist ein Prozess, der Zeit braucht â und das ist vollkommen okay!
5. Mein Fazit: Hat sich die Liposuktion gelohnt?
Ganz klar: Ja! Die Entscheidung fĂŒr die Liposuktion war eine der besten meines Lebens. Mein Alltag hat sich komplett verĂ€ndert â ich kann mich freier bewegen, Schmerzen gehören der Vergangenheit an, und mein Körper fĂŒhlt sich endlich ârichtigâ an. Doch gleichzeitig ist es wichtig, realistisch zu bleiben:
- Die Heilung dauert. Man sieht nicht sofort das Endergebnis, sondern braucht Geduld.
- Die mentale Verarbeitung ist ein wichtiger Teil des Prozesses.
- Ein gesunder Lebensstil bleibt entscheidend, um langfristig beschwerdefrei zu bleiben.
FĂŒr mich hat sich jeder Schritt gelohnt, und ich bin unglaublich dankbar fĂŒr das neue LebensgefĂŒhl, das ich dadurch gewonnen habe. đ
xoxo Cathy
